PressEmitteilung

Werder Bremen unterstützt die #LemonChallengeMECFS

Bremen, Hamburg, 17. März 2025

Zur Spieltagsaktion bei Werder Bremen bissen Spieler und zahlreiche Fans am Samstag in Zitronen. Mit der #LemonChallengeMECFS forderten sie mehr Aufmerksamkeit für die schwere und oft unsichtbare Krankheit ME/CFS, die auch viele Fussballfans betrifft.

Werder Bremen und seine Fans unterstützen am Samstag beim Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach die #LemonChallengeMECFS und forderten damit mehr Aufmerksamkeit und Forschung für ME/CFS Betroffene. Mit dabei waren die Spieler Leonardo Bittencourt, Larissa Mühlhaus, Oliver Hüsing, Stadionsprecher Arndt Zeigler sowie zahlreiche Fans vor und im ausverkauften Weser Stadion. Die Spieltagsaktion war die erste ME/CFS Awareness Veranstaltung mit offizieller Beteiligung eines Bundesliga Vereins.

Stadionbesucher wurden mit Infoständen, Plakaten, Flyern und einem Video im Stadion motiviert und informiert. Stadionsprecher Arndt Zeigler interviewte Jörg Heydecke (Gründer der Stiftung) live im Stadion vor dem Spiel. Mehrere hundert Fans haben auf dem Weg ins Stadion die #LemonChallengeMECFS gemacht. Initiiert und begleitet wurde die Aktion von den „Empty Stands“ (Instagram Profil), eine Initiative an ME/CFS erkrankter Fussballfans vieler Vereine und von der ME/CFS Research Foundation.

Auf allen Social Media Kanälen sind die sauren Gesichter zu sehen und jeden Tag werden es mehr. Mit der #LemonChallengeMECFS erzeugt die ME/CFS Research Foundation seit Ende letzten Jahres öffentlich Aufmerksamkeit, schafft Bewusstsein und sammelt Spenden für die ME/CFS Forschung. Seit dem Start im Dezember hat die #LemonChallengeMECFS über 70.000 Euro Spenden generiert. Viele Prominente aus Kultur, Sport und Politik haben sich mit einem Kurzvideo engagiert. Darunter z.B. Robert Habeck, Heidi Reichinnek, Ricarda Lang, Julia Klöckner und Johannes Rauch (Gesundheitsminister Österreich). Die #LemonChallengeMECFS läuft auf Instagram, Facebook, X, Threads, LinkedIn, YouTube Shorts und TikTok seit Ende letzten Jahres viral.

Werder Bremen Fans fordern im ausverkauften Weserstadion mehr ME/CFS Forschung und machen auf einen erkrankten Fan aufmerksam. Verwendung für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Alle Rechte: ME/CFS Research Foundation und Empty Stands.
#LemonChallengeMECFS vor und im Weserstation. Werder Bremen und viele Fußballfans machen auf die schwere Krankheit ME/CFS aufmerksam. Verwendung für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Alle Rechte: ME/CFS Research Foundation und Empty Stands.

Erkrankte Fußballfans gründen Initiative „Empty Stands“

Mit dem Claim „Vermisst in der Kurve – verloren an ME/CFS“ gründeten an ME/CFS erkrankte Fans die Initiative „Empty Stands“. Sie wollen wieder ins Stadion und ihre Mannschaften anfeuern. Fußballvereine und -Fans sind aufgefordert bei der Aufklärung und Forschung zu ME/CFS mit Aktionen und Spenden zu unterstützen. Neben Werder Bremen haben weitere Vereine ihre Mitwirkung zugesagt.

Fabian Fritz ist einer der Empty Stands Mitgründer. Über sein Leben mit ME/CFS sagt er:  „Ich schaue mir nur den Spielstand in der App an. Das ist alles, was ich körperlich schaffe. Aktivitäten über 30min sind leider schon zu viel. Wenn ich einen guten Tag habe, höre ich das Radio unserer aktiven Fanszene. Aber das habe ich im letzten halben Jahr nur einmal geschafft. Danach musste ich zwei Tage im Dunkeln liegen“.

Forschungsförderung zu ME/CFS

An der schweren, oft unsichtbaren Krankheit sind weltweit über 40 Millionen Menschen erkrankt. In Deutschland geht man von über 620.000 Betroffenen aus. Der Biss in die Zitrone steht symbolisch für die Reizüberflutung der Betroffenen – eines der zahlreichen Symptome der schweren Multisystemerkrankung. ME/CFS ist bisher wenig erforscht und es gibt keine ursächliche Therapie. Die Spendeneinnahmen der #LemonChallengeMECFS fließen vollständig in die Forschungsförderung.

Jörg Heydecke, Gründer und Geschäftsführer der ME/CFS Research Foundation kommentiert: „Der große Erfolg der #LemonChallengeMECFS begeistert und ermutigt uns. Wir bekommen sehr viel positive Resonanz von den Betroffenen, ihren Angehörigen, aber zunehmend auch von Prominenten und der breiten Öffentlichkeit. Mit der Challenge wollen wir auf die medizinische und soziale Katastrophe dieser häufigen, aber bisher zu wenig erforschten Erkrankung aufmerksam machen. Danke an alle, die die #LemonChallengeMECFS und unsere Arbeit mit ihren Aktionen und Spenden unterstützen!“

Ablauf der #LemonChallengeMECFS

Nominierte sind aufgerufen, (symbolisch) in eine Zitrone zu beißen und die Reaktion auf die extreme Reizung des Geschmackssinnes per Video zu dokumentieren. Drei weitere Personen werden für #LemonChallengeMECFS nominiert. Ein Spendenaufruf zugunsten der ME/CFS Forschung begleitet die Kampagne.

Die ME/CFS Research Foundation dokumentiert die Kampagne auf ihrer Webseite, gibt Anleitung und zeigt ausgewählte “best of” Videos:
https://mecfs-research.org/lemonchallengemecfs-fussball/

Verwendung des Bildmaterials (Teil 1 und Teil 2) für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Alle Rechte: ME/CFS Research Foundation und Empty Stands.

Pressekontakt

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Weitere Informationen zu ME/CFS, zur Stiftung und zur aktuellen Berichterstattung in den Medien finden Sie im Pressebereich auf unserer Website: https://mecfs-research.org/press/ 

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Spendenkonto: DE35 2004 0000 0628 5316 00 (Commerzbank)

Die ME/CFS Research Foundation ist eine gemeinnützige GmbH und erfüllt die satzungsmäßigen Voraussetzungen nach den §§ 51, 59, 60 und 61 AO. Sie darf Zuwendungsbestätigungen im Sinne des § 10b des Einkommensteuergesetzes ausstellen.

Über die ME/CFS Research Foundation

Die gemeinnützige ME/CFS Research Foundation mit Sitz in Hamburg finanziert und fördert biomedizinische Forschung zu den Krankheitsbildern ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/ Chronisches Fatigue-Syndrom) und Long COVID. Ziel ist es, Diagnostik und Therapieansätze zu entwickeln, um die ungenügende Versorgungslage zu verbessern. Die Stiftung arbeitet dabei eng mit Forschenden und ME/CFS-Patient*innen-Organisationen zusammen.

Aufgrund bisher unzureichender Forschung gibt es bis heute keine wirksame Therapie für diese häufigen und schweren Multisystemerkrankungen. Die Stiftung finanziert Forschungsprojekte, vernetzt Forschende, macht Forschungsfortschritt transparent und stellt Fakten und Ressourcen zur Aufklärung bereit.

Über ME/CFS (Myalgische Encephalomyelitis/Chronisches Fatigue Syndrom) und Long COVID:

ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom) ist eine chronische, schwere Multisystemerkrankung mit vielfältigen Störungen v.a. des Nerven- und Immunsystems. ME/CFS entsteht überwiegend post-infektiös, auch als Folge von COVID-19. Es ist die schwerste Form von Long COVID. ME/CFS-Erkrankte haben ausgeprägte körperliche und kognitive Symptome, eine sehr niedrige Lebensqualität und oft einen hohen Grad der Behinderung. 60 bis 75 Prozent aller Erkrankten sind arbeitsunfähig, viele davon sind an Haus oder Bett gebunden. Leitsymptom ist eine schwere Belastungsintoleranz mit Symptomverschlechterung nach Alltagsaktivitäten (post-exertionelle Malaise, kurz PEM). Die Diagnosestellung von ME/CFS ist aufgrund bisher fehlender Biomarker nur mit aufwendiger Anamnese und bereichsübergreifender Ausschlussdiagnostik möglich. Vielen Ärzt*innen fehlen die dafür erforderlichen Kenntnisse. Oft dauert es Jahre bis Betroffene eine Diagnose erhalten. Bisher gibt es keine wirksame Therapie. Erwachsene mit ME/CFS haben derzeit kaum Aussicht auf Besserung und Wiedereingliederung in das Berufsleben. Besser ist die Prognose für Kinder und Jugendliche, dennoch sind langfristige Schulfehlzeiten die Regel. Für die meisten Betroffenen ist eine Teilhabe am normalen Leben mit Beruf, Ausbildung, Freund*innen, Sport, Hobbys etc. nicht möglich.

In Deutschland lag die Zahl der Menschen, die mit ME/CFS leben, im Jahr 2025 bei mehr als 657.000. Ein Teil der durch COVID-19 an Long COVID bzw. Post-COVID-Syndrom erkrankten Personen erfüllt die Diagnosekriterien für ME/CFS. Bereits vor der COVID-19-Pandemie lebten etwa 400.000 Menschen in Deutschland mit ME/CFS. Weltweit liegt die Zahl der Betroffenen bei weit über 40 Millionen. Die medizinische Versorgungslage der Erkrankten ist ungenügend. Oft kommt es zu Fehldiagnosen und daraus resultierenden Folgeschäden.

Die hohe Zahl der Betroffenen ist für alle Bereiche der Versorgung sowie auch ökonomisch, durch den krankheitsbedingten Ausfall von Ausbildungszeit und Arbeitskraft, ein zunehmend kritischer Faktor.

Alle genannten Zahlen und Quellen finden Sie auf unserer Website: https://mecfs-research.org/was-ist-me-cfs

 

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